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Sect. 1. Lobipedes. Lappenfüsser. Fam. XXXVIII. Podoidae. Saumfußartige Vögel. Gen. 92. Podoa, Illig. Saumfuß.

Maximilian, Prinzen zu Wied. 1833.
Sect. 1. Lobipedes. Lappenfüsser. Fam. XXXVIII. Podoidae. Saumfußartige Vögel. Gen. 92. Podoa, Illig. Saumfuß.
Beiträge zur Naturgeschichte von Brasilien. 4(2): pp. 822-828.

In German.

Keywords
Sungrebe; Heliornis fulica; finfoots (Heliornithidae)

Notes
Pages 827–828 provide notes on the biology:

Die Picapare lebt in Guiana, Brasilien, Paraguay, geht, nach Azara, bis zum 25sten Grade südlicher Breite hinab, und ist daher über einen grossen Teil von Südamerika verbreitet. Sie ist auf allen Flüssen des östlichen Brasiliens nicht selten, und hält sich daselbst im dunkeln Schatten der das Ufer bedeckenden Gebüsche und Wasserpflanzen auf. Wo Ruhe und Einsamkeit herrscht, da wird man sie gewiss finden. Oft sitzt sie auf einem dürren Aste im Wasser, und macht Bücklinge. Sie nährt sich von Wasserinsekten und Sämereien, nach welchen sie auch mit dem Vorderteile des Körpers untertaucht, doch tut sie dies nicht oft. Ihre Stimme besteht in einigen lauten, geradehin ausgehaltenen Kehllauten, die in der Ferne wie das Bellen eines kleinen Hündchens klingen.

Seine beiden Jungen bringt dieser Vogel in der heissen Zeit aus, sie sind anfänglich nackt, und verbergen sich unter den Flügeln der Altern, wo sie sich mit dem Schnabel festhalten. Ich schoss einst im Monat December einen solchen männlichen Vogel, der unter dem Flügel ein eben ausgekommenes, noch völlig nacktes Junges trug. Sind die Jungen schon etwas stärker, so sieht man sie beide auf dem Rücken der Mutter sitzen und selbst mit ihr untertauchen. Bemerkt dieser Vogel Gefahr und man kommt ihm zu nahe, so fliegt er auch auf, wenn er keine Junge bei sich hat, und fällt gewöhnlich bald im Schatten der dichten Gebüsche des Flussufers wieder ein; wird er noch mehr eingeengt, so verbirgt er sich in dem dichten Gesträuche des Ufers, geht auch gewöhnlich schnell auf das Land, um sich bis nach Vorübergang der Gefahr zu verbergen. Tauchen sieht man ihn nur im Notfalle, besonders wenn er angeschossen ist, alsdann kann er lange unter Wasser bleiben, er erreicht indessen in der Tauchfähigkeit bei weitem nicht die Plotus und Podiceps-Arten. Ich habe diese Vögel selbst auf den Flüssen im Inneren der Urwälder gefunden. Die Brasilianer kennen sie unter der Benennung Picapara, Margulhão (Taucher), oder Patinha d’agoa.

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The Picapare occurs in Guiana, Brazil, Paraguay, according Azara, to 25°S latitude, and is therefore widespread over a large part of South America. It is not uncommon on all the rivers of eastern Brazil, and there it resides in the dark shade of the bushes and aquatic plants lining the shore. Where peace and solitude prevails, one will certainly find them. Often the female sits on a dry branch in the water, and makes ?. She feeds on aquatic insects and seeds, after which it also submerges with the front of the body, but it does not do so often. Her voice consists of a few loud, well-sustained guttural sounds that sound like the barking of a little dog in the distance.

The two young hatch during the warm season; initially they are naked, and hide under the wings of the parent, where they hold on with their bills. Once in the month of December, I shot a male bird, which under the wing bore a newly grown, still completely naked chick. When the chicks are a little bit stronger, you can see them both sitting on the mother’s back and even diving with her. If this bird sees danger, and one gets too close to it, it also flies when it has chicks with it, and usually returns soon to the shadow of the dense bushes of the riverbank; if it is pursued, it hides in the dense bushes of the bank, and usually goes swiftly to land to hide itself until the danger passes. Diving is only done in emergencies, especially when shot at; then it can stay underwater for a long time, but it does not have the diving skills of other species of Plotus and Podiceps. I have even found these birds on the rivers inside jungle. The Brazilians refer to the species under the names Picapara, Margulhão (diver), or Patinha d’agoa.

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